Tarot Kabbala Tarotschlüssel 13

Tarot Kabbala Blogartikel – Eine Beschreibung zum Tarot Schlüssel 13 (auch als „Tod“ bekannt) sowie Erklärung der auf dem Schlüssel abgebildeten Symbole aus der Sicht der Kabbala. Tarotschlüssel 13 könnte als ein Universalschlüssel der Erneuerung betrachtet werden.

Tarotschlüssel 13 trägt im Gegensatz zu den vorhergehenden Schlüsseln zwar keinen Namen, es ist ihm aber dennoch ein hebräischer Buchstabe zugeordnet. Der Buchstabe der mit diesem Schlüssel korrespondiert heißt NUN bedeutet Fisch.

Ein Fisch fühlt sich im Wasser am Wohlsten, genauso wie dieser Tarotschlüssel einen großen Bezug zum Thema Wasser hat. Der Tarotschlüssel besitzt demnach eine Verbindung zum Astrologischen Wasserzeichen Skorpion. Die Skorpionskraft beherrscht die Zeugungsorgane im Menschen, sie ist also jene Kraft, die Leben entstehen lässt. Wenn nun diese Kraft das Leben entstehen lässt, warum ist auf diesem Schlüssel ein Skelett abgebildet? Ein Skelett wird ja eher mit dem Tod assoziiert als mit dem Leben? Leben und Tod gehören untrennbar zusammen. Sowie ein Blatt das verwelkt und vom Baum fällt schließlich als Humus die Basis für einen neuen Baum bildet. Der Tod begegnet uns überall. Als Fleisch im Supermarkt, über die Zellerneuerung in unserem Körper, aus Kabbalistischer Sicht ist sogar der Schlaf wie ein kleiner Tod. So haben viele Prozesse in unserem Körper haben gewissermaßen mit dem Tod zu tun um uns am Leben zu erhalten. Jede weitere Sekunde die wir in unserem Leben erleben bedeutet einen Tod der vorigen Sekunde. Die Erlebnisse der vorigen Sekunde können wir nicht wieder herstellen. Sie sind unwiederbringlich weg, die vorige Sekunde ist sozusagen „gestorben“ damit wir eine neue Sekunde erleben können.

Tarotschlüssel 13 hat wie bereits gesagt eine Korrespondenz zu den Zeugungsorganen und zur Zeugungskraft. Dieser Zusammenhang kann auch anhand der weiblichen Periode sehr schön gesehen werden. Auch die weiblichen Geschlechtsorgane unterliegen dem Wechsel von Leben und Tod. Gleich wie die weiblichen Geschlechtsorgane neues Leben in sich tragen können, sterben hingegen Monat für Monat unbefruchtete weibliche Eizellen ab und werden ausgeschieden. Auch hier sind Leben und Tod untrennbar vereint.

Auch Sexualität ist ein wesentlicher Bestandteil in der Natur. Blumen werden bestäubt. Tiere paaren sich. Wir wandeln täglich auf „Mutter Erde“. Unser Planet ist rund um uns voll fruchtbarer Erde die nur darauf wartet befruchtet zu werden und ein Samenkorn aufkeimen zu lassen. Sexualität ist ein untrennbarer Bestandteil unseres Lebens. Leider wird die Sexualität oftmals in den Bereich der Obszönität gedrängt. Doch ist die reife und gelebte Sexualität ein Ausdruck der höchsten Liebe zwischen zwei Wesen.

Sogar noch viel mehr. Die Sexualkraft oder Kundalinikraft dient dem Magier des Lichts dazu den Zustand der Erleuchtung zu erfahren. Doch damit dies möglich ist, ist es erforderlich die Sexualkraft als etwas Heiliges zu betrachten und sich von anrüchigen Vorstellungen und abwertenden Meinungen zu befreien.

Um neue Formen zu schaffen müssen alte Formen sterben. Wie ein Bildhauer den ursprünglichen Stein zerschlägt um eine neue schöne Skulptur daraus zu bauen, oder ein Töpfer eine Portion Ton „zerstört“ um eine schöne neue Vase draus zu machen. Die alte Form des Tons wird unwiederbringlich zerstört, doch eine neue Form wird sich bilden. Egal was wir uns wünschen, um neue Formen in unserem Leben zu erschaffen müssen alte Formen „sterben“. Dies betrifft alle Lebensbereiche. Um etwas Neues zu beginnen muss das Alte zuerst beendet werden. Wenn wir unsere Lebensumstände wie Bewegung und Ernährung gleich belassen wie bisher können wir nicht erwarten dass wir Abnehmen würden. Auch zum Abnehmen ist eine Lebensumstellung erforderlich. Es muss Platz geschaffen werden für das Neue. Solange wir an alten Formen festhalten oder in unpassenden Situationen wie beispielsweise am Arbeitsplatz oder in der Partnerschaft feststecken werden wir auch nichts neues Erschaffen können. Unsere Energie ist praktisch noch in der alten Form gebunden. Erst wenn wir uns daraus befreien, erst dann wenn diese Form aufgelöst ist kann die neue Form entstehen.

Um auch in unserem Leben neue Formen schaffen zu können ist es nötig die Sexualkraft beherrschen zu können. Doch solange die Sexualkraft unterdrückt wird oder falsch behaftet ist kann dieser Vorgang nicht gelingen. Unsere Partnerschaft ist das wichtigste Feld für die gelebte Sexualität und die Transformation der Sexualkraft in Liebe. Doch vielfach gleicht eine Partnerschaft eher einem Schlachtfeld als einem wunderbaren Rosengarten. Wenn wir es nicht schaffen unseren Partner zu lieben und zu respektieren, wie sollen wir es dann schaffen unsere Mitmenschen zu lieben? Darin unterscheidet sich auch der westliche Weg der Mysterien. Wir streben nach einem Weg der Erleuchtung und der vollkommenen Liebe und Hingabe zu Gott. Die Partnerschaft ist ein wunderbarer Spiegel und ermöglicht es uns fehlerhafte Sichtweisen auszukorrigieren.

Auch das Mysterium von Tod und Auferstehung ist in diesem Schlüssel zu finden. Dieses Mysterium wird auf dem Einweihungsweg in einer authentischen Mysterienschule in seiner vollen Tragweite erfahrbar: „So wie unsere materielle Existenz nicht das Leben ist, so ist unsere materielle Vernichtung nicht der Tod.”
(Marquis Louis-Claude de Saint-Martin, 1743-1803)