Tarot Kabbala Sonne

Tarot Kabbala Blogartikel – Eine Beschreibung zum Tarot Schlüssel „Sonne“ sowie Erklärung der auf dem Schlüssel abgebildeten Symbole aus der Sicht der Kabbala. Die Sonne könnte als ein Universalschlüssel der Geburt des Lichtes betrachtet werden.

Auf Tarotschlüssel Nummer 19 sehen wir eine strahlende Sonne abgebildet. Sie stellt nicht nur das äußere Licht, sondern auch unser inneres Licht, und ebenso das höhere Licht dar.

Das Licht ist unser ständiger Begleiter. Auch wenn wir die Sonne an einem wolkenbedeckten Himmel nicht sehen können, sie ist trotzdem da. Ihre Strahlen dringen auch durch die dichteste Wolkendecke. Nur durch künstlich angelegte Mauern oder Gebilde können wir uns von der Sonne abschotten. Die Sonne existiert seit Anbeginn der Zeit, unablässig strahlt sie über alle Epochen hinweg. In der Nacht beginnt jedoch die Herrschaft des Mondes, hier können wir sie nur durch eine Spiegelung wahrnehmen.

„Dann ist die Erde trotz des Lichts, was die Gestirne verbreiten, mit Finsternis bedeckt. Der Duft der Blumen lässt nach, die Vegetation zögert, man vernimmt den traurigen Schrei der Nachtvögel, die Verbrechen und die Laster der Bösewichter zeigen sich, und die ungerechten Anschläge und die Werke der Sünde werden ausgeführt;“ (Louis Claude de Saint Martin)

Ohne Sonne wäre kein Leben möglich. Die Sonne steuert viele Vorgänge in der Natur und hat großen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Zuwenig Sonne macht uns traurig und depressiv, zuviel Sonne hingegen kann uns verbrennen, uns aggressiv oder träge machen. Das richtige Maß entscheidet. So übt dieser Himmelskörper einen großen Einfluss auf unser Leben aus. Auch Astrologisch hat unser Sonnenzeichen großen Einfluss auf unsere Persönlichkeit.

Die Sonne scheint auf jeden von uns, unabhängig von unserem Alter, Geschlecht oder unserem Verhalten. Großzügig spendet sie jedem ihr Licht.

Louis Claude de Saint Martin beschreibt das Wirken der Sonne wie folgt: „So erleuchtet eine Fackel in einem Kreise von Menschen einen jeden Umstehenden mit ihrem ganzen Lichte. So zeigt die Sonne ihr ganzes Antlitz allen Sterblichen, die sich ihrem Anblicke hingeben. So auch ist die göttliche Quelle der Bewunderung allgemein, und sucht in alle Seelen einzugehen, die sich ihrem Lichte nur hingeben wollen.“

Die Sonne wird auch mit dem „alchemistischen Gold“ assoziiert. Gold übt seit jeher auf den Menschen eine große Faszination aus. Doch es ist nicht alles Gold was glänzt und der Schein trügt.

Der Anblick des wunderbaren Metalls kann uns erheben, doch sobald der Mensch dem Schein des materiellen Goldes verfällt, beginnt er sich vom Göttlichen abzuwenden. Viele grausame Taten der Geschichte gehen auf die Gier nach dem materiellen Gold zurück. Das Gold wird zu einer Art Götze für die Menschen, sie jagen ihm nach und vergöttern es anstatt den wahren Herrscher zu lobpreisen. Diese Geschichte finden wir auch in der Bibel mit dem gegossenen Kalb wieder. Deshalb hat der Tarotschlüssel auch eine geheime Verbindung zu Tarotschlüssel 15, dem Teufel, der unser Ego darstellt. Wie die Erde sich um sich selbst dreht, dreht sich auch unser Ego nur um sich selbst.

Das Prinzip der Sonne jedoch ist es jedoch zu geben, allem Leben zu spenden. Die Sonne ist daher ein männliches, gebendes Prinzip, wohingegen der Mond das Licht der Sonne empfängt (wie die Frau den Samen des Mannes empfängt) und daher ein weibliches Prinzip darstellt.

Doch es ist nicht das äußere Gold das uns glücklich macht, wir können tausende Goldringe besitzen und trotzdem unglücklich sein. Das wahre Gold ist in unserem Innersten verborgen, in jenem Teil von uns, der sich nach Gott, Liebe und Einheit sehnt.