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Tarot Kabbala Urteil

Tarot Kabbala Blogartikel – Eine Beschreibung zum Tarot Schlüssel „Urteil“ sowie Erklärung der auf dem Schlüssel abgebildeten Symbole aus der Sicht der Kabbala. Das Urteil könnte als ein Universalschlüssel des Erwachens betrachtet werden.

Tarotkarte Nummer 20 „Urteil“ gehört zu jenen Karten welche die Wirkung der Elemente darstellen. In dieser Karte finden wir das Element Feuer dargestellt. Diese Kräfte liegen außerhalb des menschlichen Erfahrungsbereichs. Wir können sie nicht direkt in der äußeren Welt erfahren, sondern es handelt sich viel mehr um Impulse des Himmlischen. Auf der Karte sehen wir eine Darstellung des Jüngsten Gerichtes, aber auch der mystischen Auferstehung.

Die Auferstehung wird auch in der Bibel in der Geschichte von Lazarus erzählt. Bei den biblischen Geschichten handelt es sich um Allegorien, welche von inneren Erfahrungen sprechen. Somit ist auch die Auferstehung eine innere Erfahrung. Der Engel auf der Tarotkarte ruft mit dem Klang seiner Trompete nach den Toten und erweckt sie aus ihrem Totenschlaf. So könnten wir auch das irdische Leben wie einen Traum betrachten, einen Traum aus dem wir durch den spirituellen Weg erweckt werden.

Louis Claude de Saint Martin meint dazu: „Wenn diese Welt uns nach unserem Tod als nichts als eine magische Illusion erscheinen wird, warum halten wir sie jetzt für etwas anderes? Die Natur der Dinge ändert sich nicht.“

Betrachten wir unsere Träume, kommen sie uns in diesem Moment nicht sehr real vor? Was ist nun Realität, der Traum oder unser sogenanntes Leben?

Im Neuen Testament wird die Geschichte „Die Auferweckung des Lazarus“ erzählt:

„Als er das gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus! Und der Verstorbene kam heraus, gebunden mit Grabtüchern an Füßen und Händen, und sein Gesicht war verhüllt mit einem Schweißtuch. Jesus spricht zu ihnen: Löst die Binden und lasst ihn gehen! Viele nun von den Juden, die zu Maria gekommen waren und sahen, was Jesus tat, glaubten an ihn.“(Johannes 11, 43-45)

Damit Lazarus kann von seinem Grabe auferstehen kann, muss ihn eine Stimme rufen: „Lazarus, komm heraus!“ Doch Lazarus ist an seine Totenkleider gebunden. Erst durch den Befehl „Löset ihn!“ wird Lazarus befreit, alleine wäre er hilflos gewesen. Der Klang der Stimme hat ihn erweckt und befreit. Klang ist tatsächlich befreiend. Schöne Klänge können bereits auf der physischen Ebene erhebend wirken.

Worte sind ebenso ein machtvolles Werkzeug. Durch Worte können Dinge erschaffen werden, aber auch zerstört. Schon ein einziges liebevolles Wort kann beispielsweise eine Liebesbeziehung dermaßen bereichern, wohingegen ein einziges unbedachtes Wort eine Beziehung vollkommen zerstören kann. Auch Gott sprach „Es werde Licht“. Erst nachdem er gesprochen hatte wurde die Welt erschaffen, wie wir aus der Genesis erfahren können.

Demnach sind Klänge ein machtvolles Werkzeug. Auch die Mysterientradition verwendet bei Meditationen spezielle Klänge und spezielle hermetische oder kabbalistische Worte der Kraft um höhere Kräfte herbeizurufen, denn ohne Hilfe des Höheren wären wir tatsächlich hilflos. Nur das Höhere ist in der Lage uns zu befreien. Der Befehl zum Erwachen aus dem trügerischen Traum muss von oben kommen. In der Tarotkarte ist dies durch den Engel Gabriel dargestellt.

Erst dann ist uns der Aufstieg in die vierte Dimension, die auch in dieser Karte dargestellt wird möglich. Das Erwachen passiert auf einer unterbewussten Ebene, es ist nicht notwendig vorher tatsächlich zu sterben.

Diese Karte stellt auch die Einweihung dar. Einweihung ist nur in einer authentischen Mysterienschule möglich, die an das höhere Licht angebunden ist. Auch auf der Tarotkarte sehen wir, dass die Einweihung von „oben“ (vom Engel) kommt. Es ist nicht möglich sich selbst einzuweihen. Wege die dies propagieren sind daher trügerisch.

Wie wir bereits gehört haben, hat diese Tarotkarte einen Bezug zum Feuer. Feuer ist seit jeher ein wichtiges Werkzeug des Menschen. Es dient beispielsweise um der Familie Wärme zu spenden. Auch auf der Tarotkarte sehen wir eine Familie abgebildet. Die Familie ist ein wichtiger Bestandteil im Leben des Menschen. Sie schenkt uns besonders in unseren ersten Lebensjahren Obhut, Geborgenheit, Erziehung und bereitet uns auf unseren Lebensweg vor. Schreiten wir auf dem spirituellen Weg sollten wir danach streben auch unserer Familie dieses spirituelle Licht zu bringen. Die heutige Welt ist voller Leid. Jede Person die den spirituellen Weg beschreitet ist daher wie eine weitere Fackel die den Weg erleuchtet und die Welt erhellt.

Tarot Kabbala Sonne

Tarot Kabbala Blogartikel – Eine Beschreibung zum Tarot Schlüssel „Sonne“ sowie Erklärung der auf dem Schlüssel abgebildeten Symbole aus der Sicht der Kabbala. Die Sonne könnte als ein Universalschlüssel der Geburt des Lichtes betrachtet werden.

Auf Tarotschlüssel Nummer 19 sehen wir eine strahlende Sonne abgebildet. Sie stellt nicht nur das äußere Licht, sondern auch unser inneres Licht, und ebenso das höhere Licht dar.

Das Licht ist unser ständiger Begleiter. Auch wenn wir die Sonne an einem wolkenbedeckten Himmel nicht sehen können, sie ist trotzdem da. Ihre Strahlen dringen auch durch die dichteste Wolkendecke. Nur durch künstlich angelegte Mauern oder Gebilde können wir uns von der Sonne abschotten. Die Sonne existiert seit Anbeginn der Zeit, unablässig strahlt sie über alle Epochen hinweg. In der Nacht beginnt jedoch die Herrschaft des Mondes, hier können wir sie nur durch eine Spiegelung wahrnehmen.

„Dann ist die Erde trotz des Lichts, was die Gestirne verbreiten, mit Finsternis bedeckt. Der Duft der Blumen lässt nach, die Vegetation zögert, man vernimmt den traurigen Schrei der Nachtvögel, die Verbrechen und die Laster der Bösewichter zeigen sich, und die ungerechten Anschläge und die Werke der Sünde werden ausgeführt;“ (Louis Claude de Saint Martin)

Ohne Sonne wäre kein Leben möglich. Die Sonne steuert viele Vorgänge in der Natur und hat großen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Zuwenig Sonne macht uns traurig und depressiv, zuviel Sonne hingegen kann uns verbrennen, uns aggressiv oder träge machen. Das richtige Maß entscheidet. So übt dieser Himmelskörper einen großen Einfluss auf unser Leben aus. Auch Astrologisch hat unser Sonnenzeichen großen Einfluss auf unsere Persönlichkeit.

Die Sonne scheint auf jeden von uns, unabhängig von unserem Alter, Geschlecht oder unserem Verhalten. Großzügig spendet sie jedem ihr Licht.

Louis Claude de Saint Martin beschreibt das Wirken der Sonne wie folgt: „So erleuchtet eine Fackel in einem Kreise von Menschen einen jeden Umstehenden mit ihrem ganzen Lichte. So zeigt die Sonne ihr ganzes Antlitz allen Sterblichen, die sich ihrem Anblicke hingeben. So auch ist die göttliche Quelle der Bewunderung allgemein, und sucht in alle Seelen einzugehen, die sich ihrem Lichte nur hingeben wollen.“

Die Sonne wird auch mit dem „alchemistischen Gold“ assoziiert. Gold übt seit jeher auf den Menschen eine große Faszination aus. Doch es ist nicht alles Gold was glänzt und der Schein trügt.

Der Anblick des wunderbaren Metalls kann uns erheben, doch sobald der Mensch dem Schein des materiellen Goldes verfällt, beginnt er sich vom Göttlichen abzuwenden. Viele grausame Taten der Geschichte gehen auf die Gier nach dem materiellen Gold zurück. Das Gold wird zu einer Art Götze für die Menschen, sie jagen ihm nach und vergöttern es anstatt den wahren Herrscher zu lobpreisen. Diese Geschichte finden wir auch in der Bibel mit dem gegossenen Kalb wieder. Deshalb hat der Tarotschlüssel auch eine geheime Verbindung zu Tarotschlüssel 15, dem Teufel, der unser Ego darstellt. Wie die Erde sich um sich selbst dreht, dreht sich auch unser Ego nur um sich selbst.

Das Prinzip der Sonne jedoch ist es jedoch zu geben, allem Leben zu spenden. Die Sonne ist daher ein männliches, gebendes Prinzip, wohingegen der Mond das Licht der Sonne empfängt (wie die Frau den Samen des Mannes empfängt) und daher ein weibliches Prinzip darstellt.

Doch es ist nicht das äußere Gold das uns glücklich macht, wir können tausende Goldringe besitzen und trotzdem unglücklich sein. Das wahre Gold ist in unserem Innersten verborgen, in jenem Teil von uns, der sich nach Gott, Liebe und Einheit sehnt.

Tarot Kabbala Mond

Tarot Kabbala Blogartikel – Eine Beschreibung zum Tarot Schlüssel „Mond“ sowie Erklärung der auf dem Schlüssel abgebildeten Symbole aus der Sicht der Kabbala. Der Mond könnte als ein Universalschlüssel der Evolution betrachtet werden.

Tarotschlüssel Nummer 18 offenbart uns die Früchte unserer Arbeit, die wir in Tarot Nummer 17, der Meditation gesät haben. Hier sehen wir den Weg der uns zur Manifestation unseres Zieles führt und uns zeigt wie das Ziel zu verwirklichen ist. Auf diesem Weg, der auf der Tarotkarte dargestellt ist, begegnet uns nun das erste Mal keine menschliche Gestalt, sondern ein Wolf und ein Hund, Vertreter des Tierreiches.

Wir sehen auch noch Pflanzen, als Vertreter der Pflanzenreichs, Steine als Vertreter des Mineralreiches und von Menschen gemachte Häuser als Vertreter des Menschenreiches. Somit stellt diese Karte die Reiche der Natur dar.
Jedes Naturreich herrscht über das andere und ist dem untergeordneten Reich um eine Evolutionsstufe voraus. Dies ist im äußeren Leben, wie auch im Menschen selbst ersichtlich.

Der Mensch nutzt Tiere, Pflanzen und Steine. Ebenso herrscht der Mensch beispielsweise über seine Zellen, welche ja auch kleine Tiere sind, und über sein Skelett, das sich aus Mineralien zusammensetzt. Der Mensch, als letztes Glied in der Evolutionskette, hat somit Herrschaft über alle ihm untergeordneten Bereiche. Wie kann nun Evolution überhaupt erlebt werden und welche Evolution kann der Mensch selbst noch erleben?

Evolution passiert in Stufen. Dies können wir am Beispiel des Klavierspielens einfach erleben. Eine Person möchte Klavierspielen lernen. Zu Anfang ist ihre Motivation noch groß und sie übt und übt und macht laufend Fortschritte. Doch mit der Zeit scheint der Klavierspieler ein gewisses Level zu erreichen und obwohl er fleißig übt und übt macht er trotzdem keine weiteren Fortschritte. Vielleicht lässt nun auch die Motivation nach, aber der Klavierspieler übt trotzdem tapfer weiter, und plötzlich, praktisch „über Nacht“, ist es dem Klavierspieler möglich das Stück, das am Vortag noch so schwierig zu spielen war flüssig zu interpretieren. Das Klavierspiel hat somit eine neue Phase der Evolution erreicht.

Die Tarotkarte stellt auch die mysteriöse Nacht dar, in der es scheinbar „von selbst“ möglich ist Dinge und Tätigkeiten zu lernen und zu verbessern. Schlaf und Evolution hängen somit zusammen. Die Nacht steht auch für unsere weibliche Seite, für unser Unterbewusstsein. Kurz vor dem Schlafengehen ist somit unser Unterbewusstsein besonders empfänglich. Es verarbeitet die unter Tags gesäte Saat und bringt am Morgen die Früchte hervor.

Die Tarotkarte „Mond“ bezieht sich auch auf unseren physischen Körper. Kabbalisten nennen sie daher auch die „Körperliche Intelligenz“. Wie behandeln wir unseren Körper? Tun wir ihm gutes durch ausreichend Bewegung, nährstoffreiches und gesundes Essen, durch ausreichend Licht, Flüssigkeit und Schlaf? Behandeln wir ihn achtsam und liebevoll? Sobald wir uns spirituellen Übungen widmen wird unser Körper zu unserem Tempel. Wir vollziehen die spirituellen Übungen zu allererst in ihm. Unser Körper ist uns am nächsten, er ist unser spirituelles Werkzeug.

Louis Claude de Saint Martin beschreibt in seinem Buch „Vom Geist und Wesen der Dinge“ unseren Körper wie folgt: „Aber eben dieser Körper ist dann, in Beziehung auf die Eigentümlichkeit unseres Denkens, nichts weiter, als was die Flöte in Beziehung auf das Talent dessen, der auf ihr bläst. Dieses Talent würde nämlich zu nichts helfen, oder sich nur höchst unvollkommen zu äußern vermögen, wenn die Flöte zerstört oder unvollkommen gebildet wäre.“

So sollten wir unserem Körper auch die gebührende Achtung und Aufmerksamkeit schenken. Insbesondere vor spirituellen Übungen sollten wir danach trachten unseren Körper in einen angemessen Zustand bringen, auch dies bringt uns ein Stück weit in unserer Evolution weiter. Gemäß dem hermetischen Axiom: Wie innen so außen – wie außen so innen.

Wie ist es noch möglich Evolution zu machen? Durch Angleichung, ein Kind lernt, indem es unsere Verhaltensweisen nachahmt. Es gleicht sich uns, dem reifen und fortgeschrittenem Erwachsenen an. Durch unser Verhalten erlangt es eine Schablone für sein eigenes Verhalten. Einerseits sind wir dem Kind in unserer Evolution sozusagen voraus und andererseits „herrschen“ wir auch wiederum über das Kind. Das Fortgeschrittenere herrscht über das Niedrigere.

Wenn dem so ist herrscht auch automatisch Ordnung im Leben. Stellen wir uns vor welches Chaos entstehen würde, wenn wir uns von einem Kind leiten lassen würden? Damit wir selbst die Welt beherrschen können, müssen wir die höhere Ordnung des Lebens erkennen. Denn genau wie sich das Kind etwas Fortgeschrittenerem anpasst, können uns auch wir durch Angleichung an etwas fortgeschritteneres Entwickeln.

So können wir Mithilfe der Angleichung an die höhere, kosmische Ordnung zum Herrscher unseres Lebens werden. Sobald wir uns dieser größeren Ordnung anpassen, können wir echte Errungenschaften erreichen. Sobald wir danach trachten uns Gott anzugleichen werden wir automatisch Evolution erleben. Wie der Klavierspieler, Beharrlichkeit führt letztlich zum Ziel. Der Weg dorthin ist in dieser Tarotkarte dargestellt.

Wie funktioniert Angleichung nun? Nehmen wir als Beispiel eine Person die in eine fremde Stadt zieht. In kürzester Zeit wird diese Person den Dialekt, oder die Gebräuche angenommen haben, dies geschieht automatisch. Umgeben wir uns mit einer gewissen Gruppe von Menschen werden auch wir bald gewisse Eigenschaften dieser Menschen angenommen haben. Dies hat auch damit zu tun, dass der Mensch dazu neigt andere Menschen in ihrem Verhalten oder in ihrer Kleidung zu kopieren und nachzuahmen um sympathisch zu wirken.

Es liegt in unserer Hand uns auszusuchen mit wem wir uns angleichen möchten. Möchten wir Künstler werden, ist es somit förderlich uns mit erfolgreichen Künstlern zu umgeben. Wie ein kleines Kind nehmen wir die Verhaltensweisen an, die den Künstler erfolgreich gemacht haben und lernen durch Nachahmung von unseren Vorbildern. Möchten wir auf dem spirituellen Weg spirituelle Erkenntnisse machen ist es förderlich wenn wir uns ebenso mit fortgeschrittenen spirituellen Schülern oder Meistern umgeben. So könnten wir uns einer spirituellen Gruppierung, wie der Hermetik Akademie anschießen.

Die Hermetik Akademie bietet neben der Online-Ausbildung auch regelmäßige Gruppentreffen, wo der Kontakt zu lebendigen Adepten möglich ist. Wir könnten Heilige Schriften studieren, beten, oder Bücher von den Meistern lesen die uns voraus gegangen sind. So verbinden wir uns mit der dahinterliegenden Weisheit.

Aus Sicht des Menschen wäre das Nächsthöhere, das es zu erreichen gibt Gott. Wir möchten uns also zum Gottmenschen entwickeln, uns an Gott und höhere Ordnungen angleichen.

Seit jeher haben Mysterienschulen die Aufgabe ihre Schüler in dieser Evolution zu leiten, ihnen die Techniken und Werkzeuge zur Verfügung zu stellen um diese Angleichung möglich zu machen.

Wie in der Tabula Smaragdina geschrieben steht: „Und wie alles aus Einem stammt, durch das Denken des Einen, rührt auch alles Gewordene durch Angleichung aus diesem Einen.“

Tarot Kabbala Stern

Tarot Kabbala Blogartikel – Eine Beschreibung zum Tarot Schlüssel „Der Stern“ sowie Erklärung der auf dem Schlüssel abgebildeten Symbole aus der Sicht der Kabbala. Der Stern könnte als ein Universalschlüssel der Meditation betrachtet werden.

Auf Tarotkarte Nummer 17, „Der Stern“, haben wir einen Grundpfeiler der hermetischen Tradition dargestellt: Die Meditation.

Meditation hat vielfältige positive Wirkungen auf den menschlichen Organismus. Der Nutzen der Meditation geht sogar so weit, dass große Firmen ihren Mitarbeitern Rückzugsräume für Meditation zur Verfügung stellen. Doch warum ist Meditation so wichtig, warum meditieren wir überhaupt? Nun, Meditation hat körperliche Effekte wie die Beruhigung von Geist und Gefühlen. Dies führt zu mehr Entspannung, Ruhe, Ausgeglichenheit und Gelassenheit im täglichen Leben. Außerdem erhöht es die Konzentrationsfähigkeit, aber auch die Disziplin. Wie Meditation genau funktioniert und wir sie nutzen können, lernen wir auch bereits im ersten Kurs der Hermetik Akademie. Wir können auf Objekte meditieren, auf Wünsche, spezielle Techniken ausführen, oder einfach Gedankenstille herstellen. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Doch schließlich soll Meditation zur Erleuchtung führen.

Meditation ist vor allem durch den östlichen Weg bekannt und populär geworden. Es werden diverse Workshops oder Yogaklassen angeboten, wo die Meditation erlernt werden kann. Doch der echte östliche spirituelle Weg bedingt ein Leben in Abgeschiedenheit und Askese in einem Kloster zu verbringen um schließlich die Erleuchtung zu erlangen.

Ein Teil der östlichen Lehre hat es zu großer Popularität geschafft. Yoga ist in neuester Zeit vielen Menschen hierzulande ein Begriff. Doch ist der Körper der meisten westlichen Menschen kaum dazu im Stande stundenlang in verschiedenen Verrenkungen zu verharren und schon gar nicht in solchen Positionen einen Zustand der Ruhe und Gelassenheit herbeizuführen.

Manche werden auch Zuhause schon versucht haben sich in Ruhe hinzusetzen und zu meditieren. Wir können beim Yoga oder bei der Meditation zuhause sicherlich einiges lernen, doch ob dabei auch Erleuchtung möglich ist sei dahingestellt. Wenn Erleuchtung so einfach wäre, würde es auf der Welt von Erleuchteten nur so wimmeln.

So bietet der westliche spirituelle Weg einen sicheren Pfad zur Erleuchtung. Einen Weg, der auf die Lebensweise des westlichen Menschen zugeschnitten ist. Ganz ohne Askese oder körperliche Verrenkungen, ein Weg der im alltäglichen Leben mit Familie, Partnerschaft, Beruf vereinbar ist.

Auch hier ist Meditation ein wesentlicher Bestandteil. Westliche Meditation besteht zuallererst in Gedankenstille. In den weiterführenden Arbeiten werden meditative Techniken mit speziellen Symbolen oder andere Praktiken verwendet, die unter der Aufsicht von spirituellen Lehrern stattfinden.

Mit dem Meditieren zu beginnen ist schon eine kleine Herausforderung. Um zu meditieren müssen wir uns zuallererst Zeit nehmen, einen Ort aufsuchen an dem wir ungestört sein können, wir müssen unseren Körper parken, unsere Gedanken und Gefühle zur Ruhe kommen lassen und Gedankenstille herstellen. Erst in der Stille sind wir empfänglich für höhere Weisheiten.

Erst in der Stille können wir ein empfängliches Gefäß werden. Solange unsere Gedanken munter dahinplappern können wir Meditation nicht richtig erleben. All dies ist zu allererst sehr ungewohnt, vielleicht müssen wir dafür einige Dinge in unserem Leben sogar grundlegend verändern, vielleicht ist es anfangs unbequem. Unser Körper besteht aus vielen Zellen, aus vielen kleinen „Tierbewusstsein“ die wir erst disziplinieren müssen. Auf den anfänglichen Etappen kann es sogar dazu führen, dass sich der Körper dagegen „wehrt“ ruhig zu sitzen.

Plötzlich beginnt es zu jucken, oder unsere Gedanken schweifen ab und vorbei ist die Gedankenstille. Dann müssen wir wieder korrigieren und üben und üben. Doch dadurch werden wir stärker, wir erlangen Herrschaft über unseren Körper. „Steter Tropfen höhlt den Stein“ sagt ein Sprichwort, und so wird sich nach und nach unser Körper daran gewöhnen. Plötzlich brauchen wir nur mehr unsere gewohnte Sitzhaltung einnehmen und schon ist unser Körper auf Meditation gepolt und kommt beinahe von selbst in diesen wunderbaren Zustand.

Mehr Ruhe und Gelassenheit im Leben können dazu führen, dass sich z.B. der Blutdruck senkt oder Verspannungen sich auflösen. So wirkt Meditation schon überaus positiv auf unser allgemeines Wohlbefinden.

Doch Meditation kann noch viel mehr. Unser Körper besteht, über seine materielle Hülle hinaus, außerdem aus sieben Energiezentren. Diese werden auch Chakren genannt und sind auf der Tarotkarte im Tarot de Marseille als sieben kleinere Sterne dargestellt. Des Weiteren umgeben uns verschiedene feinere Körper.

Werden diese Körper durch die Meditation gereinigt, können wir subtile höhere Energien empfangen. Dies sehen wir auf der Karte durch das Wasser das aus den Krügen der Frau fließt angedeutet. Das Wasser reinigt uns einerseits, andererseits bringt es uns mit neuen Strömen, also neuen Gedanken oder neuen Ideen in Verbindung die unser Bewusstsein über das normale Tagesbewusstsein hinaus erweitern.

Wie innen so außen. Alles in unserem Äußeren ist ein Spiegelbild unseres innersten Seins. Wir sind mit allem was uns passiert in Verbindung. Wenn alles was uns im Außen passiert die Ursache in unserem eigenen Innersten hat, also von uns verursacht worden ist, so ist die logische Konsequenz, dass auch die dazu passende Lösung in unserem Innersten verborgen ist.

Meditation verbindet uns nicht nur mit unserem eigenen, uns innewohnenden Potential, sondern mit höheren spirituellen Energien, die uns dabei helfen können unsere Lebensprobleme zu lösen. Solange wir auf unsere Probleme fokussiert sind, werden wir auch nur Probleme sehen. Konzentrieren wir uns beispielsweise auf „rote Autos“, so werden wir massenhaft rote Autos sehen. Meditation richtet unseren Fokus hingegen auf die Lösungen. So werden wir empfänglich für neue Ideen, dies kann z.B. durch „Geistesblitze“ geschehen, die Lösungen fliegen uns sozusagen zu.

Zuvor ist unsere Aura wie durch eine Wolke vernebelt. Doch sobald sich diese Schleier gelichtet haben, können wir durch richtige Meditation mit Energien verbunden werden, die uns nach und nach zu Erleuchtung, allumfassender Weisheit, Einheit und Liebe bringen. Meditation erlöst uns auch aus dem Zustand der Getrenntheit. Jede Sekunde finden wir irgendwo auf der Welt Menschen die meditieren. So nehmen wir durch die Meditation Teil am Gesamten der Menschheit.

Auf der Tarotkarte ist eine Frau abgebildet. Eine Frau ist sinnbildlich für den weiblichen Aspekt, das Empfangende, aber auch das unterbewusste (siehe Schlüssel 2). Auch in der Meditation ereignen sich unterbewusste Veränderungen. So ist es möglich Verhaltensmuster aus dem persönlichen Unterbewusstsein zu korrigieren.

Der spirituelle Weg des Westens, wie er in der Hermetik Akademie gelehrt wird, kennt kraftvolle Werkzeuge die in der Meditation angewendet werden können. Besonders kraftvoll sind hierbei die hermetischen Gruppenarbeiten. In der Gruppenarbeit wird ein großes „Gefäß“ erzeugt, das die spirituellen Energien sozusagen „auffangen“ kann und dadurch ein enormes und weitaus größeres Potential als es durch einen einzelnen möglich wäre, entfalten kann.

Tarot Kabbala Turm

Tarot Kabbala Blogartikel – Eine Beschreibung zum Tarot Schlüssel „Turm“ sowie Erklärung der auf dem Schlüssel abgebildeten Symbole aus der Sicht der Kabbala. Der Turm könnte als ein Universalschlüssel der Demut betrachtet werden.

Auf Tarotschlüssel Nummer 16 können wir einen Turm erkennen. Dieser Turm stellt unser Ego dar, unsere Selbstüberhöhung, unseren Hochmut. Hochmut zeigt sich dann, wenn wir unsere eigenen Fähigkeiten zu hoch einschätzen, wenn das Geschöpf glaubt über den Mitmenschen, dem Chef oder sogar dem Schöpfer zu stehen, sodass es sich nicht dem Schöpfer fügen muss.

Eine hochmütige Haltung bringt uns immer auf Distanz, sei es in einem sozialen Gefüge, wenn eine Person denkt, sie müsse sich nicht in die Gemeinschaft eingliedern oder sie möchte vielleicht diese oder jene Tätigkeit nicht verrichten, weil sie denkt, dass diese Tätigkeit für sie zu minder ist. Sobald wir jedoch eine hochmütige Haltung einnehmen, trennen wir uns von der Gemeinschaft. Stein um Stein bauen wir uns so den Turm von Babel. Umso hochmütiger wir werden, umso höher wird unser Turm und umso mehr sind wir von der Gemeinschaft isoliert.

Natürlich wird solch ein Verhalten von der Gemeinschaft im Laufe der Zeit nicht mehr toleriert. So könnte es sein, dass die betroffene Person von der Gemeinschaft ausgeschlossen wird. Hochmut kommt vor dem Fall. Die Trennung ist eine Täuschung der Materie, die Materie verführt uns. Schneller, höher, weiter, mit Ellbogentechnik durchs Leben – jeder glaubt er wäre die wichtigste Person auf der Welt. Doch wir alle sind Teil der Bruderschaft der Menschheit. Wir alle ziehen am selben Strang. Trennen wir uns von den Mitmenschen, trennen wir uns von Gott. Trennung ist eine sündige Haltung, der Fall aus dem Garten Eden hat uns dorthin gebracht. Unsere Aufgabe auf Erden ist es jedoch die Einheit wiederherzustellen.

Lois Claude De Saint Martin beschreibt dies mit den Worten:

„Wendet also euren Blick von der Materie, die euch täuscht! Wie sie durch und in Trennungen ist, gewöhnt sie auch euren Blick an Trennung; dann richtet ihr diesen geteilten und doppelten Blick auf die Einheit: Wie mögt ihr sie dann erfassen?“

Dieses Beispiel lässt sich auf vielen Ebenen weiterführen: Der widerspenstige Mitarbeiter, der seinen Tätigkeiten aus Bequemlichkeit nicht nachkommt, der nachlässige Partner der nur nimmt anstatt zu geben. Das Beispiel lässt sich jedoch auch insbesondere auf den spirituellen Weg ausdehnen. Den spirituellen Weg gehen zu dürfen ist ein Gnadengeschenk. Sobald wir dies als selbstverständlich hinnehmen, und uns nicht mehr darum kümmern, wird es uns genommen. Unser Turm wird zerstört und wir fallen wieder auf den Boden der Realität. Denn alles was wir bekommen, bekommen wir von Gott. In Wahrheit haben wir nichts aus uns selbst heraus geschaffen. Sobald wir eine Sache von Gott bekommen, wie zum Beispiel eine Partnerschaft oder einen Job und sie nicht schätzen, hat der Turmbau bereits begonnen. So ist es in der Zeit des Glücks besonders wichtig achtsam und demütig zu sein. Denn sobald wir eine Sache nicht schätzen, wird sie uns genommen, erfreuen wir uns aber an der Sache und teilen wir die Freude mit den Mitmenschen erwächst daraus unser größtes Glück.

Karl von Eckartshausen (Die Wolke über dem Heiligtum) meint dazu:
„Das Glück, das Geschenk des Zufalls, erhebt keinen über den andern; der allein schätzt sich am glücklichsten, dem die Gelegenheit winkt, dem andern wohl zu tun – und diese Menschen alle, die nun ein Geist der Liebe, ein Geist der Wahrheit verbindet, machen die unsichtbare Kirche – die Gesellschaft des unsichtbaren Reichs des Innern unter einem einzigen Vorstand, der Gott ist.“

Ist unser Turm zu groß geworden bedeutet dies, dass er zerstört werden muss. Dann fallen wir von unserem hohen Ross wie die zwei Gestalten auf der Tarotkarte. Dies tut zwar weh, doch lehrt es uns auch Demütig zu werden und die Dinge zu schätzen die wir bekommen haben. Vielleicht verhält sich die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter in seinem nächsten Job besser, oder die Person verwöhnt ihren Partner weil sie so dankbar dafür ist einen Partner zu haben.

Jede Lebenssituation ist uns von Gott gegeben. Es gibt keine „gute“ oder „schlechte“ Situation. Wenn wir nun, wie in unserem Beispiel, unseren Job oder unseren Partner verlieren, ist dies zwar vielleicht ein Schock, doch wer weiß, vielleicht fühlen wir uns in einem anderen Job oder mit einem anderen Partner wohler?

Situationen sind neutral, dies lässt sich an folgendem Beispiel erkennen: Wir warten gerade am Bahnsteig, als eine Durchsage ertönt, dass unser Zug leider 30 Minuten Verspätung hat. Der eine ärgert sich vielleicht maßlos darüber, der andere der sich gerade von seiner Freundin verabschiedet freut sich, da er noch 30 Minuten mit ihr verbringen kann, der nächste holt sich einen Kaffee, setzt sich auf eine Bank und genießt die Sonnenstrahlen.

Die Situation ist für alle drei Menschen die gleiche. Wer eine Situation neutral betrachten kann ist frei. Sobald wir in einer Situation jedoch das „schlechte“ sehen, trennen wir uns auch vom Schöpfer der uns die Situation gegeben hat um daraus zu lernen, uns zu entwickeln und vielleicht danach ein besseres Leben zu haben als vorher. Vielleicht entwickeln wir mehr Mut, mehr Stärke oder Mitgefühl oder andere Tugenden.

Müssen wir uns deshalb fürchten? Nein, denn auf der Tarotkarte sehen wir, dass der Blitz aus der Sonne kommt. Wir brauchen nur unser eigenes Leben zu betrachten – welche Situationen waren scheinbar Katastrophal, haben sich aber dann zum Guten gewendet. Wenn wir zum Beispiel in unserer Jugend von unserer ersten große Liebe verlassen wurden, dann war das zu diesem Zeitpunkt vielleicht eine großes Problem. Doch möchten wir jetzt immer noch mit der Person von damals zusammen sein? In den meisten Fällen haben wir jetzt eine Beziehung die viel besser zu uns passt als die damalige. Wie haben wir uns selbst verändert seit damals? Vielleicht sind wir dadurch auch selbst bessere Partner geworden als wir damals waren.

Der hebräische Buchstabe mit dem diese Karte verbunden ist heißt PEH und bedeutet Zunge. Insbesondere unsere Zunge hat die Fähigkeit Türme zu erbauen. Falsch gewählte Worte können sehr verletzend sein und uns von unseren Mitmenschen trennen.

Der Turm symbolisiert auch falsche Lebenserwartungen. Illusionen die wir uns machen. Vielleicht glauben wir, wir müssen jetzt den Beruf wechseln, weil der Beruf in dem wir gerade sind nicht gut genug ist für uns, oder wir müssten den Wohnort wechseln oder den Partner. Oder wir haben übertrieben hohe Vorstellungen von dem was wir derzeit verdienen möchten und streben zwar an allen Ecken und Enden danach den Verdienst zu erhöhen, doch bleiben wir erfolglos. Dann müssen wir einsehen, dass manchmal einfach der falsche Zeitpunkt ist um solche Vorhaben umzusetzen, oder wir die falschen Mittel oder den falschen Weg gewählt haben. Es kann auch sein, dass es auch gar nicht die richtige Lösung ist. Wir denken wir wüssten alles besser, wir wollen egoistisch unseren Eigenwillen durchsetzen. Dann kommt der Blitz und bringt uns wieder auf den richtigen Pfad. Unsere illusionären Bilder werden zerstört, wir werden sozusagen davon erlöst und die darin gebundene Energie wird wieder befreit, um statt einem illusionären Turm ein Königreich für den echten Schöpfer bauen zu können.

Wie Louis Claude de Saint Martin mit den Worten beschreibt:

„Stürmt unablässig an, jeder kämpfe an gegen die Mauern dieses Turms der Verwirrung, der in Jerusalem sich erhob!

Alle Tage reißt ein Stück davon nieder, und mögen diese stürzenden Trümmern die Schlünde decken, welche das Feuer der Ungerechtigkeit auf Erden ausbrannte!

Die Mauern bersten, sind sturmbar, der Sieger zieht siegprangend in die Festungen und wird sie bis auf den Grund verheeren.

Ohne dies würde das Feuer der Ungerechtigkeit noch Ausgänge haben; Sie ganz auszufüllen, bedarf es alter Trümmern des babylonischen Turmes.

Alle Einwohner mussten über die Klinge springen. Nicht Greise, noch Weiber, noch Kinder wurden verschont.

Das Blut rieselt durch die ganze Stadt, es fließt in den Schlund, und mit ihm alles, was ihnen noch von Lebenskraft übrig war, damit dies verkehrte Gezücht vernichtet und sein Name unter dem Himmel vertilgt werde.

Einen neuen Grund wird der Sieger auf diesem gereinigten Boden legen.

Eine Stadt des Friedens und Lichtes wird er da erbauen. Ein heiliges Volk wird sie bewohnen. Ihre Tore werden sich der aufgehenden Sonne öffnen, und in alle Ewigkeiten nicht wieder verschlossen werden.

Mit Sang und Klang werden die Völker einziehen den Herrn lobend und anbetend, der ihnen all‘ diese Wohltaten erteilte.“

Tarot Kabbala Teufel

Tarot Kabbala Blogartikel – Eine Beschreibung zum Tarot Schlüssel „Der Teufel“ sowie Erklärung der auf dem Schlüssel abgebildeten Symbole aus der Sicht der Kabbala. Der Teufel könnte als ein Universalschlüssel des Lachens betrachtet werden.

Bei diesem Tarotschlüssel begegnet uns eine scheinbar furchterregende Gestalt, der Teufel. Er steht auf einem Podest und zu seinen Füssen sind zwei kleine, nackte, männliche und weibliche Gestalten abgebildet. Auf den ersten Blick wirkt dieses Bild erschreckend, doch sind in diesem Schlüssel Freiheit und Lachen verborgen.

Stellen wir uns vor ein kleines Kind versteckt sich unter einer Decke und springt uns dann plötzlich entgegen. Vielleicht erschrecken wir im ersten Moment und sind entsetzt, doch bald erkennen wir, dass unter der Decke nur das kleine Kind versteckt ist. Wie werden wir reagieren? Wir werden darüber lachen und das Kind erlöst in die Arme schließen.

Den Teufel können wir ganz einfach erschaffen.

Wir könnten uns zuerst einen Horrorfilm im Kino ansehen und danach durch einen dunklen Park nachhause gehen. Werden wir dann nicht ängstlich hinter jeder Ecke eine schreckliche Gestalt vermuten?

Wir können den Teufel sozusagen auch ganz einfach „an die Wand malen“. Indem wir uns vor etwas fürchten, ziehen wir genau das auch in unser Leben.

Zum Beispiel: Es ist gerade Winter, und wir planen einen langen Spaziergang. Doch plötzlich fällt uns auf, dass wir unsere Haube vergessen haben. Vielleicht denken wir nun „Oje, hoffentlich werde ich nicht krank.“, und wir beschäftigen uns den ganzen Spaziergang über mit dem Gedanken. Möglicherweise fühlen wir wirklich bald ein kleines Halskitzeln, wir könnten uns nun denken „Oje, jetzt tut mir schon mein Hals weh, hoffentlich bekomme ich keine Grippe.“. Und so steigern wir uns weiter und immer weiter hinein, und es könnte tatsächlich sein, dass wir letztendlich mit einer Grippe im Bett landen.

Der Teufel kann uns auch noch in einem anderen Kontext begegnen. Stellen wir uns vor, wir buchen einen Urlaub mit einem Kreuzfahrtschiff im sonnigen Asien. Statt bereits am Vortag anzureisen, buchen wir den dazugehörigen Flug so, dass er genau am Tag der Kreuzfahrt ankommt, statt einen Tag Reserve für eventuelle Verspätungen zu planen, um dadurch das Geld für die Übernachtung zu sparen. So bleiben uns ein paar Stunden um vom Flughafen zum Kreuzfahrtschiff zu gelangen. Doch leider hat die Maschine einen technischen Defekt und kann nicht starten. Es gibt auch keinen späteren Flug, sodass es unmöglich ist das Kreuzfahrtschiff rechtzeitig zu erreichen. Leider verpassen wir auf diese Weise unser Schiff.

Dies ist natürlich sehr ärgerlich. Nun könnten wir dem Piloten die Schuld geben, wieso er den Fehler nicht bemerkt hat, oder der Fluggesellschaft, sie hätte die Flugzeuge besser warten sollen. Beides ändert aber die Situation nicht. Es könnte auch jederzeit wieder dazu kommen. Die einzige Möglichkeit ist dazu zu stehen, dass wir die Entscheidung über die Abflugzeit selbst getroffen haben. Wir haben entscheiden am selben Tag anzureisen um uns Übernachtungskosten zu sparen. Sobald wir die Schuld bei anderen suchen, nehmen wir uns die Möglichkeit zur Lösung. Indem wir denken „Der Pilot hätte ja dieses oder jenes tun können“ ziehen wir uns „teuflische“ Emotionen wie Groll und Schicksalshader in unser Leben. Aber haben wir Einfluss auf den Piloten? Im diesem Moment nicht. Den einzigen Einfluss den wir haben ist der auf uns selbst.

Geben wir anderen die Schuld fällt es letztlich auf uns selbst zurück. Statt aus dem Ergebnis zu lernen und das Erlebnis abzuhaken und den Urlaub anderweitig genießen zu können schwelgen wir in den teuflischen Emotionen.

Nehmen wir uns zu wichtig und schieben die Schuld auf andere, erzeugen wir durch unsere negativen Emotionen eine teuflische Gestalt. Wir projizieren negative Gedanken auf eine andere Person. So trennen uns von anderen. Doch nicht nur die andere Person wird dadurch von uns getrennt, auch wir selber werden getrennt, denn wir ziehen dadurch einen schwall negativer Energie mit uns mit. In so einem Zustand werden uns andere Menschen wohl kaum zu nahe kommen wollen, sie werden lieber einen großen Bogen um uns herum machen. So bekommt unser Ego Macht, denn wir fühlen uns vielleicht im Recht weil „dieser oder jener hat doch das und das gemacht“ doch in Wahrheit beginnt unsere Trennung und damit das wahre Leid.

Wir können dies in Zukunft nur verhindern indem wir uns ändern. Wir haben ja die Wahl wann wir anreisen. Niemand hat uns dazu gezwungen den knappen Flug zu nehmen. So könnten wir beispielsweise stressfrei am Vortag anreisen. Dies ist auch die Freiheit die in diesem Schlüssel verborgen liegt. Die Freiheit selbst zu entscheiden.

Ein Sprichwort lautet: „Aus Fehlern wird man Klug. Darum ist einer nicht genug.“ Wilhelm Busch. So bleibt uns leider keine Lernerfahrung erspart. Jede Erfahrung macht uns klüger und reifer, und so sind auch die Begegnungen mit dem Teufel notwendig auf unserer Heldenreise.

Lois Claude de Saint Martin sagt in seinem Buch „Schlüssel des Buchs: Irrtümer und Wahrheit“ dazu: „Die Irrtümer sind überall, ebenso wie das Böse. Dieses Böse durchdringt uns von allen Seiten, so wie das Feuer in alles was ihm Nahrung gibt. Aber die Wahrheit verbessert den Irrtum, das Gute mäßigt das Böse. Was kann man daraus schließen? Dass das alles von jeher notwendig war, und nicht dass der Teufel uns versuche.“

Haben wir erkannt, dass die Verantwortung bei uns liegt, können wir aktiv handeln, wir haben den Teufel entlarvt, die Trennung überwunden und können die handelnden Personen wieder in die Arme schließen. Und wer weiß, vielleicht können wir später sogar über diese Geschichte herzlich lachen, wie über das kleine Kind unter der Decke.

Tarot Kabbala Mäßigung

Tarot Kabbala Blogartikel – Eine Beschreibung zum Tarot Schlüssel „Mäßigung“ sowie Erklärung der auf dem Schlüssel abgebildeten Symbole aus der Sicht der Kabbala. Die Mäßigung könnte als ein Universalschlüssel der Herrschaft des Geistes über die Materie betrachtet werden.

In Tarotschlüssel Nummer 14 begegnet uns eine Engelsgestalt. Dies ist der Heilige Schutzengel. Im Tarot de Marseille ist dieser Schutzengel als Frau abgebildet. In neueren Tarotdecks wird der Schutzengel jedoch als androgyne Gestalt, also gleichzeitig männlich und weiblich dargestellt.

Der Engel hält zwei Gefäße und lässt Wasser von einem Gefäß in das Andere fließen und stellt so einen Ausgleich her. Wann rufen wir nach unserem Heiligen Schutzengel? Wann haben wir das Bedürfnis beschützt zu werden? In prekären Situationen, vielleicht wenn wir uns bedroht fühlen oder Angst haben. In diesen Situationen wenden wir uns auch häufig Gott zu und bitten um Hilfe. Der Heilige Schutzengel führt uns durch genau jene Situationen.

Besonders spüren wir seine Führung jenen Augenblicken, in welchen wir zornig werden. Zorn entsteht in Situationen in denen etwas nicht nach unserem Plan verläuft, wo wir uns eigentlich etwas Anderes wünschen als wir gerade erleben. Zorn entsteht auch wenn wir uns eigenwillig gegen Lebenssituationen sträuben. Sobald wir nicht im Fluss der Dinge sind entsteht Reibung, und Reibung erzeugt Feuer. Dann kann es hart werden für uns. Dann lodert der Zorn wahrlich in uns wie ein Feuer. Doch dieses Feuer dient einem besonderen Zweck, es dient zu unserem Besten, denn es ist ein Feuer der Läuterung.

Der Sinn des Lebens ist nicht, dass etwas nach „unserem“ kleinen Plan verläuft, sondern wir unsere „größere“ Lebensaufgabe erfüllen. Denn woher wollen wir wissen, ob nun eine andere Situation „besser“ für uns wäre? Wir können aus unserer Position nicht über den Tellerrand sehen und das große Gesamtbild wahrnehmen. Die Aufgabe liegt darin zu erkennen, dass alles seinen Sinn und Zweck erfüllt und uns jede Situation vom Höheren gegeben wurde und genau jetzt auch richtig ist für uns.

Doch wie alle Emotionen kann auch der Zorn in positive Emotionen verwandelt werden. Sobald wir die Situation annehmen und die destruktiven Energien der Situation gelöst sind, können wieder Mitgefühl und Harmonie in unserem Leben fließen. Jede Situation beinhaltet eine wertvolle Lernaufgabe. In jeder Situation ist ein Schatz verborgen. Nichts ereilt uns „zufällig“. Durch das Werk des Heiligen Schutzengels werden wir geläutert.

Sobald wir eine Situation in unserm Leben ablehnen, erfolgt demnach ein Läuterungsprozess. Läuterung ist ein Vorgang der Reinigung, der Befreiung von Schlacken. Dies kann zwar im ersten Moment unangenehm oder schmerzhaft erscheinen. In unserer Persönlichkeit lodert es und brodelt es. Doch sobald wir aufhören uns dagegen zu wehren und wir uns stattdessen vollkommen der Führung des Höheren hingeben und unsere eigenwilligen Tendenzen aufgeben, werden wir erlöst und können tiefste Hingabe erfahren. Der Eigenwille trennt uns vom göttlichen Willen. Lehnen wir eine Lebenssituation ab, erleben wir Trennung, und durch Trennung erleben wir auch Leid.

Auf der Tarotkarte sehen wir, dass sich die Figur auf einem Weg befindet. Dieser Weg ist auch ein Sinnbild für den spirituellen Weg. Sobald uns unser Eigenwille von unserem eigentlichen Weg abbringt, führt uns unser Heiliger Schutzengel wieder zurück auf den Rechten Pfad. Dieser Pfad führt direkt zu den höheren spirituellen Erkenntnissen. In der Kabbala entspricht dieser Pfad jenem, der uns direkt in die Sphäre Tiphareth führt. Die Sphäre Tiphareth entspricht auch dem Christusbewusstsein. Erreicht eine Person durch die Schulung in einer Mysterienschule die Sphäre Tiphareth, so erhebt sie sich über ihre Persönlichkeit, über jene Aspekte die sich gegen den Fluss des Lebens stemmen und so viel Leid verursachen.

Der Heilige Schutzengel trägt eine Blume auf seinem Haupt. Betrachten wir diese Blume nun genau, lässt sich die Form eines Pentagramms erkennen. Das Pentagramm mit der Spitze nach oben stellt die Herrschaft des Höheren über das Niedrige dar. Ebenso stellt es den kompletten Ausgleich der Persönlichkeitsaspekte dar. Mit den persönlichen Elementen sind die Elemente Erde, Luft, Wasser und Feuer gemeint. Zuviel Erde würde uns träge machen, zu wenig Feuer macht uns schwach. Doch am Ende sind auch unsere vier persönlichen Elemente ausgeglichen, entsprechend dem Pentagramm, dessen Zacken ebenso gleich groß sind.

Durch das Werk des Heiligen Schutzengels erheben uns letztlich über die vier Elemente unserer Persönlichkeit. Wir stellen das fünfte Element, also die fünfte und oberste Zacke des Pentagramms, den Geist, bzw. die Quintessenz her und erlangen somit die Herrschaft des Geistes über die Materie.

Nun können wir unseren Lebenssituationen mit Wohlwollen und Gleichmut begegnen. Sodann kann in allen Lebenssituationen die wahre Schönheit des Göttlichen erkannt werden. Dies ist das Ziel, wohin uns unser Heiliger Schutzengel führt, denn Zorn hat auch einen Gegenpol, und der ist Mitgefühl. Das Werk des Heiligen Schutzengels führt uns dazu, Meister des Mitgefühls zu werden. Dies sind jene Erleuchteten, jene Adepten, die den direkten Kontakt mit dem Christusbewusstsein verwirklicht haben. Auch uns ist dies möglich, durch die Ausbildung in einer authentischen Mysterienschule.

Tarot Kabbala Tarotschlüssel 13

Tarot Kabbala Blogartikel – Eine Beschreibung zum Tarot Schlüssel 13 (auch als „Tod“ bekannt) sowie Erklärung der auf dem Schlüssel abgebildeten Symbole aus der Sicht der Kabbala. Tarotschlüssel 13 könnte als ein Universalschlüssel der Erneuerung betrachtet werden.

Tarotschlüssel 13 trägt im Gegensatz zu den vorhergehenden Schlüsseln zwar keinen Namen, es ist ihm aber dennoch ein hebräischer Buchstabe zugeordnet. Der Buchstabe der mit diesem Schlüssel korrespondiert heißt NUN bedeutet Fisch.

Ein Fisch fühlt sich im Wasser am Wohlsten, genauso wie dieser Tarotschlüssel einen großen Bezug zum Thema Wasser hat. Der Tarotschlüssel besitzt demnach eine Verbindung zum Astrologischen Wasserzeichen Skorpion. Die Skorpionskraft beherrscht die Zeugungsorgane im Menschen, sie ist also jene Kraft, die Leben entstehen lässt. Wenn nun diese Kraft das Leben entstehen lässt, warum ist auf diesem Schlüssel ein Skelett abgebildet? Ein Skelett wird ja eher mit dem Tod assoziiert als mit dem Leben? Leben und Tod gehören untrennbar zusammen. Sowie ein Blatt das verwelkt und vom Baum fällt schließlich als Humus die Basis für einen neuen Baum bildet. Der Tod begegnet uns überall. Als Fleisch im Supermarkt, über die Zellerneuerung in unserem Körper, aus Kabbalistischer Sicht ist sogar der Schlaf wie ein kleiner Tod. So haben viele Prozesse in unserem Körper haben gewissermaßen mit dem Tod zu tun um uns am Leben zu erhalten. Jede weitere Sekunde die wir in unserem Leben erleben bedeutet einen Tod der vorigen Sekunde. Die Erlebnisse der vorigen Sekunde können wir nicht wieder herstellen. Sie sind unwiederbringlich weg, die vorige Sekunde ist sozusagen „gestorben“ damit wir eine neue Sekunde erleben können.

Tarotschlüssel 13 hat wie bereits gesagt eine Korrespondenz zu den Zeugungsorganen und zur Zeugungskraft. Dieser Zusammenhang kann auch anhand der weiblichen Periode sehr schön gesehen werden. Auch die weiblichen Geschlechtsorgane unterliegen dem Wechsel von Leben und Tod. Gleich wie die weiblichen Geschlechtsorgane neues Leben in sich tragen können, sterben hingegen Monat für Monat unbefruchtete weibliche Eizellen ab und werden ausgeschieden. Auch hier sind Leben und Tod untrennbar vereint.

Auch Sexualität ist ein wesentlicher Bestandteil in der Natur. Blumen werden bestäubt. Tiere paaren sich. Wir wandeln täglich auf „Mutter Erde“. Unser Planet ist rund um uns voll fruchtbarer Erde die nur darauf wartet befruchtet zu werden und ein Samenkorn aufkeimen zu lassen. Sexualität ist ein untrennbarer Bestandteil unseres Lebens. Leider wird die Sexualität oftmals in den Bereich der Obszönität gedrängt. Doch ist die reife und gelebte Sexualität ein Ausdruck der höchsten Liebe zwischen zwei Wesen.

Sogar noch viel mehr. Die Sexualkraft oder Kundalinikraft dient dem Magier des Lichts dazu den Zustand der Erleuchtung zu erfahren. Doch damit dies möglich ist, ist es erforderlich die Sexualkraft als etwas Heiliges zu betrachten und sich von anrüchigen Vorstellungen und abwertenden Meinungen zu befreien.

Um neue Formen zu schaffen müssen alte Formen sterben. Wie ein Bildhauer den ursprünglichen Stein zerschlägt um eine neue schöne Skulptur daraus zu bauen, oder ein Töpfer eine Portion Ton „zerstört“ um eine schöne neue Vase draus zu machen. Die alte Form des Tons wird unwiederbringlich zerstört, doch eine neue Form wird sich bilden. Egal was wir uns wünschen, um neue Formen in unserem Leben zu erschaffen müssen alte Formen „sterben“. Dies betrifft alle Lebensbereiche. Um etwas Neues zu beginnen muss das Alte zuerst beendet werden. Wenn wir unsere Lebensumstände wie Bewegung und Ernährung gleich belassen wie bisher können wir nicht erwarten dass wir Abnehmen würden. Auch zum Abnehmen ist eine Lebensumstellung erforderlich. Es muss Platz geschaffen werden für das Neue. Solange wir an alten Formen festhalten oder in unpassenden Situationen wie beispielsweise am Arbeitsplatz oder in der Partnerschaft feststecken werden wir auch nichts neues Erschaffen können. Unsere Energie ist praktisch noch in der alten Form gebunden. Erst wenn wir uns daraus befreien, erst dann wenn diese Form aufgelöst ist kann die neue Form entstehen.

Um auch in unserem Leben neue Formen schaffen zu können ist es nötig die Sexualkraft beherrschen zu können. Doch solange die Sexualkraft unterdrückt wird oder falsch behaftet ist kann dieser Vorgang nicht gelingen. Unsere Partnerschaft ist das wichtigste Feld für die gelebte Sexualität und die Transformation der Sexualkraft in Liebe. Doch vielfach gleicht eine Partnerschaft eher einem Schlachtfeld als einem wunderbaren Rosengarten. Wenn wir es nicht schaffen unseren Partner zu lieben und zu respektieren, wie sollen wir es dann schaffen unsere Mitmenschen zu lieben? Darin unterscheidet sich auch der westliche Weg der Mysterien. Wir streben nach einem Weg der Erleuchtung und der vollkommenen Liebe und Hingabe zu Gott. Die Partnerschaft ist ein wunderbarer Spiegel und ermöglicht es uns fehlerhafte Sichtweisen auszukorrigieren.

Auch das Mysterium von Tod und Auferstehung ist in diesem Schlüssel zu finden. Dieses Mysterium wird auf dem Einweihungsweg in einer authentischen Mysterienschule in seiner vollen Tragweite erfahrbar: „So wie unsere materielle Existenz nicht das Leben ist, so ist unsere materielle Vernichtung nicht der Tod.”
(Marquis Louis-Claude de Saint-Martin, 1743-1803)

Tarot Kabbala Gehängter

Tarot Kabbala Blogartikel – Eine Beschreibung zum Tarot Schlüssel „Gehängter“ sowie Erklärung der auf dem Schlüssel abgebildeten Symbole aus der Sicht der Kabbala. Der Gehängte im Tarot könnte als ein Universalschlüssel der Freiheit betrachtet werden.

Tarotschlüssel Nr. 12,  der Gehängte, zeigt uns einen Mann, der an einem Bein an einen Balken gebunden ist. Auf den ersten Blick erscheint seine Situation vielleicht ausweglos oder als gefangen. Diese Karte steht jedoch in Verbindung mit Freiheit.  Freiheit (lateinisch: libertas) erlaubt uns,ohne Zwang, eine beliebige Auswahl oder Entscheidung treffen zu können.

Eine Frage, die wir uns selbst stellen könnten: „ In welchen Bereichen unseres Lebens fühlen wir uns frei und wovon sind wir abhängig;“

Vielleicht fühlen wir uns in der einen oder anderen Situation von unserem Arbeitgeber vom Staat oder unserem Partner abhängig. Dadurch fühlen wir uns in unserer Entscheidungsfindung eingeschränkt.  Wenn zum Beispiel der Arbeitgeber unsere Urlaubswünsche nicht bewilligt, oder die finanzielle Situation erlaubt uns keine Urlaubspläne.

Wir erleben (vielleicht), dass wir uns in gewissen Situationen stets ähnlich verhalten. Wenn wir erleben, dass unsere Wünsche oder Vorstellungen nicht erfüllt werden, reagieren wir darauf emotional; mit Ärger, Frust, Trauer oder sogar Resignation.

Welche Gedanken machen wir uns  über unsere Lebensumstände? Fühlen wir uns frei oder abhängig? Je nachdem ziehen wir uns eher freud- oder leidvolle Erfahrungen in unser Leben; das was wir im Außen erleben, spiegelt lediglich unsere innere Welt.

Mit unseren Gedanken erschaffen wir unsere Wirklichkeit.  Wenn wir nicht darauf vertrauen, einen schönen, erholsamen Urlaub zu verbringen,  oder unsere Ziele nicht erreichen können, es nicht schaffen erfolgreich zu sein, dann werden  wir diese Erfahrung machen. Alles geschieht nach unserem Glauben.

Wenn wir mit unserer Situation  unzufrieden sind, haben wir die Möglichkeit,  uns daraus zu befreien. Wir stellen uns die gewünschte Situation vor und erleben diese mit all unseren Sinnen, denn die Energie folgt unserer Aufmerksamkeit und so erschaffen wir unser Leben neu.

Ob sich unsere Wünsche erfüllen, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Auch wenn wir uns in Gedanken auf einer wundervollen Insel befinden und uns verwöhnen lassen. Wir wissen nicht, ob sich dieser „Traum“ erfüllen wird.

Der hebräische Buchstabe MEM symbolisiert das Wasser und steht mit dieser Tarotkarte in Verbindung. Das kabbalistische Wasser ist die Prima Materia, aus der alles besteht. Dieses Wasser passt sich jeder beliebigen Form an, ohne dass sich die Substanz des Wassers verändert. Alles ist aus dieser Ursubstanz geschaffen. Die Form wird ihr durch die Schablone des Geistes gegeben. Auf diese Weise erschaffen wir in jedem Augenblick unsere Realität, bewusst oder unbewusst.

Der Gehängte sieht die Welt aus einer umgekehrten Perspektive. Aus dieser Sicht erkennen wir das Universum als einen Tanz des Lebens, voller Freude und Freiheit. So stellt Schlüssel 12 das Gesetz der Umkehr dar und gilt als Symbol für den Zustand völliger Freiheit. Solange wir unsere Werkzeuge (in diesem Fall unsere Vorstellungskraft mit der wir uns den Urlaub ins Leben ziehen wollen) in diesem Sinne nicht dem höheren Widmen wird es schwierig. Das kleine Ego alleine kann solche Dinge nicht vollbringen. Es müssen uns schon höhere Kräfte helfen um diese „Wunder“ zu vollbringen.

Durch die Mysterienschule der Hermetik-Akademie haben wir die Möglichkeit,  unsere Persönlichkeit mit ihren Aspekten  zu entwickeln und zu harmonisieren, um diese dann als Werkzeuge im Dienst für die Menschheit zu nutzen.

Dieser Pfad erfordert unsere ganze Kraft, Aufmerksamkeit und Opferbereitschaft. Dies bedingt, dass wir unsere Persönlichkeit dem Höheren übergeben.  Dies wird auch durch diese Karte dargestellt. Das gleichschenkliche Kreuz bedeutet den vollkommenen Ausgleich der vier Elemente Erde, Luft, Wasser und Feuer hin.  Nur durch Lösung der Verhaftung an unsere Persönlichkeit, an unser Ego, können wir jene wahre Freiheit erlangen. Jegliche Abhängigkeit macht uns zum Sklaven.

In allem was uns wiederfährt die Kraft des Höheren zu erkennen, schenkt uns Freiheit. Das Geschenk der Erleuchtung: Hinter die Schleier der Trugbilder der falschen Abhängigkeiten zu blicken und die wahre Freiheit – nämlich die Liebe Gottes – in allem zu erkennen

Baruch de Spinoza sagt in seinem Buch „Die Macht der Erkenntnis oder die Menschliche Freiheit“ dazu: „Hieraus erkennen wir deutlich, worin unser Heil oder unsere Glückseligkeit oder Freiheit besteht, nämlich in der beständigen Liebe zu Gott, oder in der Liebe Gottes zu den Menschen.“

 

 

Tarot Kabbala Gerechtigkeit

Tarot Kabbala Blogartikel – Eine Beschreibung zum Tarot Schlüssel „Gerechtigkeit“ sowie Erklärung der auf dem Schlüssel abgebildeten Symbole aus der Sicht der Kabbala. Die Gerechtigkeit im Tarot könnte als ein Universalschlüssel des Schicksals betrachtet werden.

Tarotschlüssel Nummer 11, die Gerechtigkeit, zeigt eine Frau mit einem Schwert in der einen Hand und einer Waage in der anderen Hand. Kurz zusammengefasst könnte die Frau als ein Symbol für das Karma oder auch unser Schicksal betrachtet werden.

Für gewöhnlich denken wir, dass unser Schicksal unabhängig von uns ist, wir fühlen uns vielleicht sogar unserem Schicksal ausgeliefert. Doch sind wir das wirklich? Vielleicht betrachten wir unser eigenes Schicksal manchmal als “gut”, ein anderes Mal als “schlecht”. Doch was ist “gut” und was ist “schlecht”?

Ob wir etwas “gut” oder “schlecht” empfinden, ist eine Beurteilung, die uns selber obliegt. Sozusagen ein Stempel den wir selbst einer Situation aufdrücken.

Doch woher wollen wir wissen ob unser Schicksal tatsächlich “gut” oder “schlecht” ist? Wir brauchen nur die sogenannten “Schicksalsschläge” in unserem Leben zu betrachten und was daraus entstanden ist. Vielleicht brachten einige Erlebnisse sogar eine positive Wende in unser Leben. Manche Dinge werden wir heute positiver sehen, einige vielleicht nicht. Bei manchen Ereignissen werden wir uns sogar denken: “Warum passiert mir das , das habe ich nicht verdient, das ist ungerecht?” Wir zerbrechen uns den Kopf darüber oder hadern mit unserem Schicksal. Ist es nun gerecht oder ungerecht solche Situationen zu erleben? Was ist eigentlich Gerechtigkeit?

Per definitionem ist es gerecht, wenn wir für das gleiche Vergehen jeweils mit denselben Konsequenzen zu rechnen haben. Z.B. wenn wir auf der Autobahn mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs sind, werden wir unabhängig unserer Person, unseres Fahrzeugs oder den Wetterverhältnissen immer die gleiche Strafe erwarten können. Bei diesem Beispiel könnte man von objektiver Gerechtigkeit sprechen.

Doch Gerechtigkeit kann auch subjektiv betrachtet werden, wobei es hier hauptsächlich um unser persönliches Gerechtigkeitsempfinden geht. Dieses wird maßgeblich davon beeinflusst, ob wir uns mit jemand anderem vergleichen. Ein Schulkind könnte sich ungerecht behandelt fühlen weil ein anderes Kind für einen Aufsatz eine bessere Note bekommen hat. Wer entscheidet nun darüber wie “gut” oder “schlecht” ein Aufsatz ist? Wer legt den Maßstab dafür fest und nach welchen Kriterien findet diese Beurteilung statt? Wir erkennen bereits das Dilemma.

Das Gesetz der Entsprechungen besagt laut Hermes Trismegistos:

“Wie oben – so unten, wie unten – so oben. Wie innen – so außen, wie außen – so innen. Wie im Großen – so im Kleinen.“

Dies bedeutet unter anderem, dass sich alle Dinge die wir im kleinen (mikrokosmischen) Maßstab unserer Persönlichkeit erleben, sich auch auf viel größeren (makrokosmischen) Ebenen abspielen. Betrachten wir den Kosmos: Der Sternenhimmel mit all seinen Schönheiten kreist über uns, Jahr für Jahr, in beständiger Eintracht mit dem Kosmos. Würden wir dort Ungerechtigkeit vermuten?

Wie im Großen – so im Kleinen. Betrachten wir nun die Frau auf der Tarotkarte. Sie zeigt uns einen milde lächelnden Gesichtsausdruck. Diese Ausstrahlung lässt uns voller Zuversicht sein, dass es auf unserer Welt nur Gerechtigkeit geben kann.

Wenn das Schicksal uns jedoch Situationen in unser Leben bringt, die schmezhaft oder herausfordernd sind, ist das dann gerecht?

Die darin verborgenen Lebensaufgaben nennt man Karma.

Wir erleben die entsprechenden karmischen Auswirkungen unserer Handlungen, im positiven oder negativen Erleben.

Das siebente hermetische Prinzip des Gesetzes von Ursache und Wirkung erfüllt sich in jedem Fall. Gute Taten bewirken gutes Karma, (erhebliche Rechtsverstöße und damit) Verstöße gegen die göttliche Ordnung, bewirken schlechtes Karma. Dies ist Gerechtigkeit im kosmischen Sinne. Jeder ist für sein Schicksal selbst verantwortlich.

Auf der Tarotkarte sind 2 Waagschalen abgebildet, zusammen ergeben diese beiden Schalen wieder eine Kugel.

Wenn wir Leid erleben, und eine Waagschale dadurch belastet ist, so ist es unsere Aufgabe, uns mit diesem Thema auseinanderzusetzen und versuchen, eine Lösung zu finden. Ignorieren wir diese Herausforderung, , wird sich unser Leid so lange verstärken, bis wir dafür eine Lösung gefunden haben. . Dies ist auch die Bedeutung des damit verbundenen hebräischen Buchstaben Lamed. Lamed bedeutet Ochsenstachel. Das Leid stachelt uns an uns zu verändern.

Beschäftigen wir uns mit dem Thema , werden wir dadurch die Lösung finden, die in uns selbst liegt. . Wenn wir einen Kuchen backen möchten, müssen wir uns auch zuerst überlegen welche Zutaten wir benötigen und wie er zubereitet wird. Doch schliesslich haben wir den Kuchen fertig.

Leid zwingt uns, eine Lösung herbeizuführen. Dadurch finden wir Erlösung, und gleichen die zwei Waagschalen wieder aus. Das Symbol der Kugel, welche die Vollkommenheit darstellt und uns die Fülle des Lebens erfahren lässt, durch Integration der fehlenden Teile in uns.

Wodurch entsteht Leid? Und wie erkennen wir dessen Ursache? Unsere Handlungen zeigen nicht unmittelbare Konsequenzen. Durch das Erforschen der Ursachen ergeben sich immer wieder neue Ursachen, die uns immer weiter zurückführen, bis wir schliesslich bei Adam und Eva angelangt sind.

Dank der Trägheit unserer materiellen Welt, verzögert sich die Erfüllung unserer Taten, Gefühle und Gedanken. Dies gibt uns die Möglichkeit, uns der Konsequenzen bewusst zu werden und entsprechende konstruktive Veränderungen vorzunehmen. Dies zeigt uns aber auch, wie wichtig es ist, bewusst auf unsere Handlungen, Gedanken und Gefühle zu achten.

Louis Claude de Saint Martin meint in seinem Buch: “Schlüssel des Buchs: Irrtümer und Wahrheit” zu Gerechtigkeit: “Im Stande der Verwerfung, wo der Mensch zu bleiben verdammt ist, bekommt er nichts, als den Schleier und Schatten des wahren Lichts, er behält das Andenken seines Ruhms, nähert mehr oder weniger das Verlangen wieder hinaufzusteigen, dass alles wegen freien Gebrauchs seiner geistigen Kräfte, wegen der Leiden die ihn durch die Gerechtigkeit zubereitet.”

In diesem Satz ist ein Geheimnis verborgen. Demnach benutzen wir unsere eigenen Kräfte dazu, unserLeid zu verursachen. Dies wiederum bringt uns dazu , dass wir uns bemühen, dieses Leid wieder zu erlösen. Was brauchen wir zur Erlösung dieses Leids? Unseren Glauben; er schenkt uns die Kraft und das Vertrauen, diese Prozesse zu durchleben und gestärkt daraus hervorzugehen.

Wir entwickeln uns zu Gott.

(Was wiederum auch die Frage nach der Gerechtigkeit der „schlechten“ Lebensumstände beantwortet.)

Abschließend noch ein Zitat von Louis Claude de Saint Martin aus seinem Buch: “Achtzig Aphorismen und Maxime”: Die Prüfungen und Widerstände die wir durchleben, werden unser Kreuz, wenn wir unter ihnen bleiben, aber sie werden die Leitern des Aufstiegs, wenn wir uns über sie erheben, und die Weisheit, die uns ihnen aussetzt, hat nichts anderes als unsere Erhöhung und unser Heilen im Sinn und nicht die grausamen und rachsüchtigen Absichten die ihm die Ordinären unterstellen.